Seite wählen

Dieses Mal verbinden wir auf unserer Tour das Nützliche mit dem Angenehmen. Erste Station: CMT 2020 in Stuttgart. Bei unserer Anreise am Donnerstag Abend ist der Wohnmobilstellplatz mehr oder weniger komplett voll. Mit viel Glück ergattern wir noch ein Plätzchen am Rand, allerdings ohne Strom. Für zwei Nächte bezahlen wir insgesamt 40 Euro (mit Strom 25 € / Nacht). Inbegriffen ist die Nutzung der WC-/Duschcontainer sowie Entsorgungsmöglichkeiten. Die Eintrittskarten für die Messe selbst sind im Preis natürlich nicht inklusive. Das 2-Tagesticket kostet pro Person 20 Euro. Als Hundebesitzer ist für uns natürlich immer wichtig, ob es in näherer Umgebung Möglichkeiten für schöne Spaziergänge gibt. Wir möchten Gin & Ivo (und uns ebenso 😉 den Stress eines Messebesuchs nicht antun und drehen lieber vorher und nachher eine ausgiebige Runde. Vom Stellplatz aus überquert man am Messegelände nur die Hauptstraße über die Fußgängerampel. Anschließend befindet man sich auf Flurbereinigungswegen zwischen Äckern und Wiesen und die beiden können sich ordentlich austoben. Danach können wir uns guten Gewissens auf der Messe mit einigem Zubehör für unser immer näher rückendes Marokko-Abenteuer eindecken. Dazu gehören Kleinteile wie z. B. eine entsprechende Warntafel für Spanien. Die, die wir haben, ist nur in Italien gültig (wieso genau können eigentlich nicht überall die gleichen Warntafeln gelten??). Außerdem benötigen wir eine Lösung zur Trinkwasseraufbereitung, um das eingefüllte Wasser im Tank zu entkeimen und zu konservieren. Vorab tendierten wir hier zu Wasserfiltern. Tatsächlich ist es nun das Biolite UV-LED Desinfektionsgerät von WM aquatec geworden. Ein detaillierter Bericht über dieses Gerät erfolgt in Kürze separat. Den zweiten Tag nutzen wir für den Besuch der „Thermik“ – die Messe für Gleitschirmpiloten. Hier sind Flugschulen und Hersteller vertreten und man kann sich über die neuesten Trends informieren. Anschließend verlassen wir Stuttgart und machen uns auf den Weg ins ca. 100 km entfernte Sinsheim. Die erste Anlaufstation ist der offizielle WoMo-Stellplatz direkt am Freibad. Die Zufahrt erfolgt durch eine Schranke und die Bezahlung über ein gut funktionierendes Kartensystem. Man lädt das gewünschte Guthaben zusätzlich zur Übernachtungspauschale in Höhe von 9 Euro und die Kartenkaution von 5 Euro auf die Karte auf und nutzt dieses Guthaben anschließend für die Stromsäulen, die Nutzung der Dusche usw. Kleiner Tipp am Rande: die Karte nach dem Duschen nicht in der Kabine vergessen – sonst muss man anschließend einen Nachbarn bitten, die Tür noch einmal zu entriegeln, um wieder an die Karte zu kommen 😉 Im Preis enthalten sind die Nutzung der WC’s, Entsorgung und das offene WiFi am Platz. Das Restguthaben erhält man bei Abreise am Parkautomaten zurück. Das Zentrum von Sinsheim ist fußläufig erreichbar und am heutigen Sonntag Morgen kommt sogar ein Bäcker-Mobil mit frischen Brötchen vorbei.

Für uns geht es dennoch nach einer Nacht schon wieder weiter: wir möchten die bekannte Thermen- und Badewelt besuchen und diese ist ca. 3 km vom Stellplatz entfernt. Da wir keine Fahrräder dabei haben, wollen wir uns den Parkplatz des Bades anschauen, ob hier eine Übernachtungsmöglichkeit besteht. Bei Ankunft sehen wir direkt zwei weitere Wohnmobile, die am Rand des Parkplatzes stehen und den Eindruck erwecken, dass sie nach dem Thermenbesuch wohl über Nacht bleiben werden. Nach einer ausgiebigen Hunderunde auf den Wanderwegen unterhalb der Therme zwischen Ilvesbach, Rauhwiesensee und Burg Steinsberg entspannen wir uns der Sauna und Vitaloase – einer kleineren Version der Therme Erding. Die Nacht verbringen wir ruhig und ohne Störung auf dem Parkplatz und machen uns am nächsten Morgen auf den Weg Richtung Rheintal. Entlang des Flußes geht es gemütlich durch Weinberge an mittelalterlichen Burgen vorbei nach St. Goar auf den Campingplatz Loreleyblick – und hier ist der Name wirklich Programm! Man steht direkt am Wasser mit Blick auf den berühmten Felsen. In kurzen Abständen kommen Frachtschiffe und Ausflugsboote vorbei, die sich auch aus dem Wohnmobil-Fenster herrlich beobachten lassen. Wir können uns sehr gut vorstellen, hier bei wärmeren Temperaturen draußen zu sitzen und den Verkehr auf dem Rhein an uns vorbeiziehen zu lassen. Einziger kleiner Wermutstropfen sind die gut frequentierten Bahnlinien links und rechts des Rheins, die man tatsächlich auch bei geschlossenen Fenstern im Wohnmobil deutlich hört. Nach einer nicht ganz so ruhigen Nacht setzen wir mit der Autofähre von St. Goar auf die andere Rheinseite nach St. Goarshausen über und fahren von dort aus hoch zur Loreley. Dort befinden sich ein Besucherzentrum sowie der neue Kultur- und Landschaftspark Loreley, der ganzjährig für Besucher zugängig ist. Der Eintritt ist kostenfrei und Hunde sind an der Leine erlaubt. Leider haben wir einen sehr nebligen Tag mit schlechter Sicht für unseren Besuch erwischt, dafür sind wir die einzigen Besucher und haben alles für uns alleine. Wir werden uns auf jeden Fall merken, dass es einen Wohnmobil-Parkplatz à 10,- €/ Übernachtung (max. 1 ÜN, keine Ver- und Entsorgung) gibt. An einem schönen Sommerabend ist die Stimmung hier sicher ganz besonders! Uns zieht es am letzten Tag unserer Tour allerdings wieder Richtung warmen Thermalwassers und Saunaaufgüsse und los geht’s nach Bad König zur Odenwald-Therme. Wir sind das einzige Wohnmobil auf dem fussläufig zur Therme gelegenen Stellplatz. Die markierten Parkflächen sind bereits für uns mit 7 m Länge zu kurz. Die Grasnarbe am Nachbargrundstück ist jedoch tief/breit genug, damit es gerade so reicht. Platzgebühr 5 € je 24 Std., wenn man möchte sogar inklusive Strom. Für eine Nacht auf jeden Fall ok.